Naturpark Lüneburger Heide
Zentrum des Naturparkes ist der Wilseder Berg
Der Naturpark Lüneburger Heide liegt in der Zentralheide. Im Zentrum des Naturparks befindet sich der 169,2 m hohe Wilseder Berg, die höchste Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene. Der Naturpark war bis Anfang des Jahres 2007 fast identisch mit dem Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Er wurde erheblich erweitert und umfasst heute Teile der Landkreise Soltau-Fallingbostel, Harburg und Lüneburg.
Die Heide ist eine historische Kulturlandschaft
Heiden entstanden durch die Einwirkungen des Menschen, durch Rodungen, Beweidung und Feuer wurde der Wald immer mehr zurückgedrängt. Auf den trockenen, sandigen Böden, die im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide vorherrschen, entwickelten sich Heideformen, in denen die Besenheide (Caluna vulgaris) die dominante Pflanzenart ist. In feuchten Lagen wird sie durch die Glockenheide (Erica tetralix) abgelöst.
© Willow, http://www.wikipedia.org, Lizenz: CC-BY
100-jähriger Verein Naturschutzpark zuständig für die Pflege
In der Lüneburger Heide begann der 1909 gegründete Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) bereits 1910 damit, Heideflächen im heutigen Naturpark vor Bebauung, Aufforstung oder Umbruch in Ackerland zu bewahren. In kurzer Zeit konnte der VNP mehrere große Heideflächen und einige Höfe aufkaufen. 1922 wurde ein ca. 21 km² großes Gebiet um den Wilseder Berg unter Naturschutz gestellt. Die Naturschutzgebietsfläche wurde 1993 auf etwa 23 km² erweitert. Heute ist der VNP Eigentümer von mehr als einem Drittel der Fläche des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide.
Die Lüneburger Heide erleben
Der Naturpark bietet zahlreiche touristische Ziele. Dazu zählen insbesondere der romantische Ort Wilsede und der Wilseder Berg. Der Totengrund ist ein besonders malerisches Tal im Herzen des Schutzgebietes. Für die Besucher hält der VNP drei Häuser der Natur in Niederhaverbeck, Undeloh und Döhle bereit. Hier können sich die Besucher über die Landschaftsgeschichte, Tiere und Pflanzen sowie Besonderheiten und Probleme des Gebietes informieren können. Im Naturpark Lüneburger Heide findet man viele Zeugnisse der Geschichte. Dazu zählen unzählige bronzezeitliche Hügelgräber, historische Wegespuren, Grenzmarkierungen, Findlingsmauern, alte Schafställe, Treppenspeicher und in beeindruckenden Hofgehölzen gelegene reetgedeckte Bauernhäuser.
© Naturpark Lüneburger Heide, http://www.naturpark-lueneburger-heide.de
Im Naturschutzgebiet gilt ein generelles Kraftfahrzeugverbot
Auf etwa 700 km Wander- und 300 km Reitwegen können sie die Landschaft erleben, die mit ihren halboffenen Heiden einen besonderen Charakter besitzt. Der Besuch des Kerngebietes des Naturparks ist auf den ausgewiesenen Wegen zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder auch mit Kutschen möglich, die auf den großen Parkplätzen auf Besucher warten. Zum Schutz der Landschaft sowie der Tier- und Pflanzenwelt gilt ein generelles Kraftfahrzeugverbot (Naturschutzgebiet Lüneburger Heide). Die Weite und Ruhe der Landschaft lädt ein zu Besinnung und Erholung. Kein Wunder, dass die Lüneburger Heide bekannter ist als das Land Niedersachsen selbst: sie ist eine einmalige Landschaft.
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